Reiseberichte

Bootfahrt zum Sonnenuntergangen auf dem Okavango

Seychellen-Namibia-Botsuana-011

Auf dem Weg zur ersten Lodge in Botswana, endet auch hier die Strasse ziemlich abrupt. Sie wandelt sich in eine sandige, dünenartige Landschaft. Ein Weg ist von hier an eigentlich nicht mehr vorhanden. Zwar hat es noch Reifenspuren im Sand, aber die verlaufen kreuz und quer. Es ist ein wenig ein Glücksspiel. Denn erst einmal in die Spuren der Vorgänger gefahren, kann man die Hände getrost in den Schoss legen. In den Sandkuhlen ist es eigentlich nicht mehr möglich wirklich zu lenken. Ein, zwei mal haben wir das Gefühl einzusinken und stecken zu bleiben. Doch Fortuna ist auf unserer Seite und es geht immer voran.

Botswana - Sandstrasse - Gumba Lodge

Irgendwo im Nirgendwo stehen auf einmal kleine Häuser – es ist unsere Lodge. Sie liegt direkt am Okavango und wir können aus unseren Häusern heraus direkt aufs Wasser schauen.
Schwimmen im See ist hier einmal mehr nicht erlaubt. Ich halte es auch nicht unbedingt für die beste Idee und (ausnahmsweise) befolge ich guten Gewissens die Regel.

Bei Dämmerung fahren wir mit dem Boot raus aufs Wasser. Wir erleben einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor oder es liegt einfach am fehlenden Smok, aber die Farben wirken hier viel lebendiger.

Botswana - Okavango Sonnenuntergang

Die totale Dunkelheit kommt binnen Minuten und es ist stock finster. Unser Bootsfahrer-Guide schaltet seinen Bootsscheinwerfer ein und leuchtet aufs Wasser. Überall funkelt es. Es sind die Augen von Kaimanen und Krokodilen. Sie scheinen einfach überall zu sein. Und beobachten einen ständig.

Botswana - Okavango Krokodil

Wir steuern in Richtung Schilf ans Ufer. Hinter uns, am anderen Ende des Sees, liegt unsere Lodge eine knappe halbe Stunde mit dem Boot entfernt.
Es ist wieder einmal ein so ungewohntes, mulmiges Gefühl. Links und rechts von uns ist es einfach nur noch dunkel. Hinter uns die winzig, kleinen Lichter der Lodge. Vor uns der helle Strahler und hunderte funkelnder Augen auf dem Wasser.

Der Strahler schwenkt nach rechts. “Da”, der Guide zeigt ans Ufer. Angeblich liegt dort hinter Gestrüpp ein grosses Krokodil. Wir erkennen überhaupt nichts, auch keine funkelnden Augen. Doch auf einmal rennt das Riesenexemplar los, platscht ins Wasser und taucht ab. Holy shit! Es war einfach verdammt schnell und wir in einem ziemlich kleinen Boot…

https://www.youtube.com/watch?v=IB0j6hUEjpI

An der Kameraführung muss ich noch arbeiten…

Patrick
written by: Patrick
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