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Nach kurzer, unspektakulärer Fahrtzeit erreichen wir, direkt nach dem Okaukuejo Camp, das erste Wasserloch im Etosha. Verschiedene Antilopen, Zebras, Elefanten, Giraffen und Strausse – alle tummeln sich darum. Es ist beeindruckend…

Namibia - Etosha Tiere am Wasserloch

Namibia - Etosha Trinkende Wasserböcke

Namibia - Trinkender Elefant

Nicht weit entfernt, unter ein paar Büschen, faulenzen ein paar Löwen. Sie sind sichtlicht unbeeindruckt von der Menge an Tieren vor dem Wasserloch. Offensichtlich brauchen sie sich keine Sorgen um das Fressen zu machen.

Die Landschaft wirkt hier im Etosha anders als im Krüger Nationalpark in Südafrika. Sie ist wesentlich karger und ausgetrockneter. Die Gegend erscheint gräulich und fast schon trostlos.

Namibia - Salzpfanne

Namibia - Etosha Elefanten

Namibia - Zebra

Inzwischen setzt bereits die Abenddämmerung ein. Wir fahren zum Camp und bauen das erste mal unser Roof Tent auf. Viel zu schnell wird es dunkel und die ersten Hyänen beginnen, angelockt vom Grillgeruch der Camper, ganz in der Nähe, mit ihrem typischen Lachen und Schreien. Ein unheimliches Gefühl. Denn die Zäune um das Camp machen keinen robusten Eindruck. Sie scheinen vielmehr Touristen am Verlaufen hindern zu sollen, als die wilden Tiere auszugrenzen.

Namibia - Etosha Campen

Ich erwache in der Nacht von einem Rumpeln direkt vor unseren Autos. Im Halbschlaf glaube ich nur geträumt zu haben.

Doch da – es kracht erneut und danach ist ein Schmatzen zu hören.
Langsam öffne ich einen Spalt am Seitenfenster. Ich will unbedingt wissen was da vor unserem Zelt am fressen ist.

Die Taschenlampe – wo ist sie? Verflucht! Meine Taschenlampe ist in einem der unzähligen Seitenfächer des Zeltes verstaut. Da ich lieber keine Aufmerksamkeit auf mich ziehen möchte, lasse ich das Suchen. So ist es dann zu dunkel, um wirklich etwas sehen zu können. Doch ich erkenne einen schattigen Umriss. Er hat nicht ganz die Grösse eines Schäferhundes. Ich schliesse das Fester wieder und streiche meinen nächtlichen Toilettengang.

Die Nacht darauf taucht der ungebetene Gast wieder auf. Doch dieses Mal sind wir vorbereitet. Bewaffnet mit unseren Taschenlampen, strahlen wir dem Geschmatze entgegen. Es ist ein Honigdachs der sich über die Grill-Reste in den Mülltonnen hermacht (unten ist einer der Ruhestörer am Tage zu sehen).
Wir schauen seinem Treiben noch ein paar Minuten zu. Dann schlafen wir beruhigt ein.

Namibia - Honigdachs

Am nächsten Tag durchfahren wir durch Etoshas Osten, auf der Suche nach ein paar Grosskatzen. Diese scheinen jedoch keine Lust zu haben, sich von uns ablichten zu lassen. Als Entschädigung zeigt sich eine nicht ganz so scheue Hyäne. Sie nagt an den Überresten eines Antilopen-Geweihes herum.

Etosha - Hyäne mit Geweih

Die letzte Nach im Etosha bricht an. Unser Camp für diese Nacht hat ein künstliches Wasserloch. So kann man die Tiere auch in der Nacht beim Treiben beobachten. Wir haben Glück – denn in dieser Nacht versammelt sich hier eine ganze Nashornfamilie mit Kleintier. Die Objektive meiner Cam sind leider zu Lichtschwach und so verzichte ich auf Bilder. Blitzen kommt, aus Rücksicht auf die Tiere, nicht in Frage. Leider sehen das hier nicht alle Touris hier so…

Patrick
written by: Patrick

4 Comments

    • Hi Sabine,
      über unser Glück mit den Tieren, können wir uns echt nicht beschweren. Das zweite Bild ist übrigens direkt beim ersten Wasserloch nach dem Okaukuejo Camp entstanden. Wir waren letztes Jahr im November in Namibia und Botswana unterwegs.
      Für nächstes Jahr ist auf unserer Weltreise wieder Afrika angesetzt – entweder noch mal Nmibia (da haben wir einfach zu wenig gesehen :) ) oder Kenia/Tansania.
      Wie lang und wo wart ihr den in Namibia unterwegs? Seid ihr auch mit einem 4×4 gefahren?
      Patrick

  • Hi Patrick,

    tolle Fotos, erinnert mich sehr stark an unseren Besuch in Etosha im September :)
    Und dass ihr sogar Löwen gesehen habt, wenn auch nur in der Ferne, finde ich sehr beneidenswert! Unseren Weg haben die großen Katzen leider nicht gekreuzt.

    Wir haben einen Road-Trip durch Namibia gemacht – wenn ihr also einen weiteren Besuch plant, kannst du dich bei Fragen gerne melden. Oder meinen Blog lesen ;)

    Liebe Grüße,
    Mona

    • Hey Mona,
      wie ich gesehen habe, seid ihr auch selbst gefahren – also ohne Guide.
      Das macht das Katzen aufspüren schon etwas schwierig. Schade, habt ihr keine gesehen. Find das immer ein Highlight – vor allem wenn man schon eine Ewigkeit am Suchen ist. Ich freu mich da immer wie nen kleines Kind an Weihnachten :D
      Have fun
      Patrick

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