Reiseberichte

Zwischen Club-Anlagen und Kokosnüssen

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Relaxen und entspannen war für uns das Ziel auf Koh Samui. Eine kleiner gemütlicher Bungalow mit eignem Pool und Wasserfall – ganz untypisch für Rucksackreisende. Es waren die Flitterwochen, also lieber klotzen wie kleckern.

Koh Samui - Flughafen

Wieder einmal mehr hatte ich das Gefühl in einem riesigen Themenpark zu sein, als wir mit unserer Propellermaschine auf Samui landeten. Mit einem kleinen Golfwagen wird man vom Flugzeug abgeholt und zu den Gates gebracht. Der wirklich schöne Flughafen machte Spass auf mehr und so war der erste Eindruck durchweg positiv. Leider wurde dieser recht schnell bei der Fahrt durch Chaweng wieder etwas getrübt. Überall feierwütige australische Beach-Boys & -Girls.
Prinzipiell habe ich ja nichts gegen Party-Orte, ganz im Gegenteil. Allerdings hatte ich das nicht in dieser Grössenordnung auf Samui erwartet und entspricht überhaupt nicht dem Bild, dass man aus den vielen Reiseprospekten kennt.

Vorbei an den ganzen Kokosnuss-Plantagen liegt unser Hotel ganz im Südosten, in dem bereits mein Bruder Phil mit seiner Freundin Anja auf uns warteten. Der Strand vor dem Hotel war leider nicht zum Schnorcheln geeignet. Für Strandspaziergänge war er jedoch wirklich angenehm. Das lag wohl auch daran, da der Südosten noch nicht so sehr mit Hotels bebaut war, wie der Norden Samuis.

Auf der Insel sieht man leider auch sehr häufig Angebote zum Elefantenreiten. Die armen Tiere sind direkt am Strassenrand mit Fussfesseln angekettet. Da im Stefan Loose nichts gutes über die Haltung der Tiere zu lesen ist, würde ich auch davon abraten, dies zu Unterstützen. Aber scheinbar kommt es bei den Touristen immer noch gut an und die Nachfrage ist leider vorhanden.

Wer mehr Einsamkeit und Ruhe ausserhalb seiner Hotel-Anlage sucht, ist auf Samui nicht so richtig aufgehoben. Empfehlenswert ist dafür als Abstecher die viel kleinere Nachbarinsel Koh Tan. Für die Überfahrt kann man sich ein Longtail-Boot mieten. Und wer dem Trubel auf Samui noch etwas länger entfliehen möchte, kann sich auf Koh Tan auch einen noch typischen kleinen Bungalow für die Nacht buchen.

Koh Samui - Koh Tan

Für Romantik Liebhaber, sei das Restaurant des Six Senses wärmstens empfohlen. Die Luxus Hotel Kette hat sich so ziemlich den besten Platz auf Samui gesichert. Man hat hier einen Hammer Ausblick auf den Sonnenuntergang. Im Gegensatz zu den Hotel-Bungalows ist das Restaurant preislich noch akzeptabel und durch die Aussicht den Besuch falls wert.

Kulturell hat Koh Samui leider nicht so wirklich viel zu bieten. Bekannt ist sicher der Riesenbuddha, der einem bereits beim Landeanflug begrüsst. Wobei ich dabei eher das Gefühl hatte, als sei dieser extra für die Touristen aufgestellt worden. Er wirkt etwas kitschig und die Nähe zum Flughafen ist sicher auch kein Zufall.

Für den „einfachen“ Ausgang mit Essen gehen ist eventuell Bophut’s Fisherman’s Village ein Abstecher wert. Auch hier, sieht man schon gut die Spuren die der Tourismus hinterlassen hat. Denn Bophut’s Fisherman’s Village ist nicht mehr wirklich nur ein Fischerdorf – vielmehr ist es eine Restaurant- und Shopping-Meile.

Die „Taxis“ sind teilweise recht abgefahrene Gefährte.

Koh Samui - Taxi Bus

 

Patrick
written by: Patrick
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