Reiseberichte

Windhoek im Schnelldurchlauf

Namibia - Vorsicht Warzenschweine

Da wir von den Seychellen allerdings noch einen Stopover in Johannesburg hatten und der Abflug von Mahè sich um eine Stunde verschoben hatte, war der Anschlussflug in Gefahr. Wir kannten das Chaos am Flughafen in Johannesburg ja bereits von unserem Südafrika Trip 2011. Zudem waren die Flüge über unterschiedliche Airlines gebucht. Das hatte zur Folge, dass wir erst durch den Zoll, dann das Gepäck am Sammelband abholen, weiter zum Checkin und es wieder erneut aufgeben und schlussendlich dann durch den Security-Check zum Gate mussten. Und das alles in knapp 1,5 Stunden…

Der Pilot machte einen guten Job und holte „für uns“ noch 15min raus. So landeten wir nur noch mit knapp 45min Verspätung in Johannesburg. Der Zoll war glücklicherweise ohne grossen Ansturm. Es lief ziemlich flott und wir spurteten direkt zu den Gepäckbändern. Auch hier hatten wir Glück. Das Gepäck drehte bereits seine Runden auf dem Band. Jetzt hiess es nur noch den Schalter für den Checkin finden.

Nach dem Zoll ging es direkt in die Hall des Flughafens. In der Hall war ein riesiges Getümmel an Touristen, Flugpersonal und Airport Angestellten. Die Halle ist mehrstöckig, was uns die Suche nach dem Checkin nicht erleichtert hätte. Doch einer der vielen Gepäckschlepper, die nach dem Zoll die Touris abfangen, kommt auf uns zu und bietet uns seine Hilfe an. Nach dem Preis frage ich erst gar nicht und nehme die Hilfe gerne an. Er führt uns auf direktem Wege in ein oberes Stockwerk.

Der Gepäckträger bringt uns zum Schalter von Southafrican Airlines. Er redet auf Afrikaans mit dem Angestellten hinter dem Schalter und gibt ihm unser Gepäck.

Wir müssten uns scheinbar beeilen um das Boarding noch rechtzeitig zu erreichen. Freundlicherweise begleitet er uns auch noch bis zum Security-Check, sagt uns wie wir am schnellsten zum Gate kommen und bittet um 10,- € für seine Hilfe. Auch wenn das für die hiesigen Verhältnisse ein stattlicher Satz ist, ich gebe sie ihm gerne.
Rechtzeitig kommen wir am Gate an und werden am selben Abend noch in Namibia landen. Freude macht sich breit und ich schlafe ziemlich schnell im Flieger ein.

Wie eigentlich alle 4×4 Autovermieter, bietet uns auch Ascocarhire einen Shuttelservice vom Flughafen zur Stadt an. Wir freuen uns drüber, sparen wir uns doch das Taxi. Der Internationale Flughafen liegt knapp 1,5h von Windhoek entfernt. Die Landschaft unterscheidet sich komplett von dem, was wir heute morgen noch auf den Seychellen sehen durften. Alles ist beige bis braun, ausgetrocknet und wirkt tot.
Auf einem kleinen Berg sehe ich die ersten Antilopen. Begeistert zeige ich sie Chrissy, was der Taxifahrer gleich mitbekommt. Er lacht drüber, dass wir über die wohl nicht gerade seltenen Tiere hier so begeistert sind.

Inzwischen ist es bereits kurz nach fünf, als wir am Fuhrpark von Ascocarhire ankommen. Die meisten Arbeiter sind bereits dabei ihre Sachen zusammen zu packen und offensichtlich ist hier um 18 Uhr Feierabend angesagt. Für uns blieb deshalb extra ein Automechaniker da, der uns das Fahrzeug mit all seinen Features erklärte.

Nambia - Unser Zuhause für die nächsten zwei Wochen

Am nächsten morgen gings gleich nach dem Frühstück los Richtung Etosha. Ewigkeiten geht es nur gerade aus. Links und Rechts ausgetrocknete Büsche, kein Mensch, keine Tiere. Nur vereinzelnd ein Schild, dass vor überquerende Warzenschweinen warnt.

Auch die anderen Autos, die man knapp nach Windhoek noch sah verschwanden nach ein paar Stunden Fahrt Richtung Norden.

Namibia - Endlosse Weite

Irgendwo im Nirgendwo kamen wir an einer Geschwindigkeitskontrolle vorbei. Die Polizei gab sich (offensichtlich nicht) richtig mühe und stellte sich, samt Radargerät, direkt an die Strasse unter einen Baum. Ein Tarnbusch wurde hier wohl für überbewertet gehalten, vielleicht hat man auch einfach nicht mit vorbeifahrenden Autos gerechnet oder es war ihnen einfach ziemlich egal und so sah man die Gesellen schon weit aus der Ferne. Nimmt mich noch immer wunder, wie sie so überhaupt jemanden erwischen hätten können.

Nur noch wenige Stunden Fahrt, dann sind wir endlich am Etosha Park.

Patrick
written by: Patrick
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